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Bauwissen Vorgangsweise

das „take-it“ Prinzip

DIE VORGANGSWEISE

 

Um Ihren Traumhaus Wunsch zu realisieren, brauchen wir die Antworten auf drei Fragen von Ihnen: Welcher Standort, welche Nutzung, welches Aussehen? Wir kümmern uns vom Festpreisangebot über die Konzeption und Fertigung bis hin zu Ihrem angeschlossenen, einzugsfertigen take-it Haus.

 

 

1) WO SOLL IHR TAKE-IT HAUS STEHEN?

Ob als Garten- oder Ferienhaus, Baulückenobjekt oder einfach als Hauptwohnsitz: Sagen Sie uns, wo Ihr Traum-Haus stehen soll. Wir transportieren Ihr take-it Haus zu Ihrem Grundstück – durch Kranung und entsprechenden Transport sind langwierige Baustellensituationen obsolet. Take-it Haus ist so mobil wie Sie – wenn Sie umziehen wollen, zieht Ihr take-it Haus mit. Grundstücke müssen so nicht mehr nur gekauft, sondern können auch bequem gemietet oder gepachtet werden.

2) WIE SOLL IHR TAKE-IT HAUS GENUTZT WERDEN?

Als gemütliches Zuhause, als Büro im Garten, als gemütliches Haus für Oma und Opa, …

Take-it Haus ist mehr als vier Wände mit einem Dach. Es bietet den unterschiedlichsten Nutzungsvorstellungen Raum. Take-it Haus ist Wohn- oder Arbeitsraum, der individuell nach Ihren Vorstellungen und Ihrem Platzbedarf geplant und maßgeschneidert gefertigt wird – durchdacht bis ins kleinste Detail und bereit für Ihren Einzug.

3) WIE SOLL IHR TAKE-IT HAUS AUSSEHEN?

Um Ihr take-it Haus optisch zu dem zu machen, was Sie sich vorstellen, können Sie aus einer breit gefächerten Palette von In- und Exterieur wählen, von der Fassadengestaltung bis zum passgenauen Einbaumöbel. Holzfassaden, Plattenwerkstoffe, raumhohe Holz- oder Holz-Alu Fenster mit 3-fach Wärmeschutzverglasung, Aluminiumfenster – sagen Sie uns, wie Ihr take-it Haus aussehen soll.

Raum & Design erleben

Sie wissen bereits wo, was und wie? Dann ist es nur ein kleiner Schritt zu Ihrem Wunsch take-it Haus. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns.

zum Anfrageformular

Formulieren Sie Ihre Wünsche

Als Bauherr müssen Sie sich um eine Vielzahl von Themen während der Planungs- und Bauphase kümmern. Als take-it Käufer steht nicht das Bauen im Vordergrund, sondern Ihr Nutzen. Dabei gehen wir nach folgenden Prozess vor:

  1. Prüfung und Entwurf
  2. Beschreibung und Festpreis
  3. Streckenprüfung & Vorprüfung bei der Gemeinde
  4. Vertrag & Bemusterung
  5. Fertigung & Vorleistung
  6. Auslieferung & Montage
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Bauwissen Bürogebäude Häuser auf Modulbasis

Modularer Hausbau

Modularer Hausbau
Unser Zugang zum modularen Bauen geht in zwei Richtungen. Zum einen in Richtung Holzbau in Form von Holz-Riegel oder Massivholz Konstruktionen und zum anderen in Richtung Hausbau auf Basis von Containern. Der wesentliche Unterschied abgesehen von den Baumaterialien ist, dass der Hausbau auf Basis von Containern fast vollständig industrialisiert und grossteils standardisiert ist. Im Fall des Hausbaus auf Holzbasis handelt es sich meist um eine Einzelfertigung, wo es in der Regel keine oder nur in Teilbereichen Standardisierungen gibt.D.h. im Holzbau ist man in unserem Fall auf eine Breite von 4,4m Außenmaß begrenzt, wobei die Länge komplett variabel bis max. 12m ist. Im Fall des Containerbaus ist man auf die klassischen Größen 10″, 16″, 20″, 24″ beschränkt, wobei sich damit allerdings fast alle Wohn- oder Bürogrößen herstellen lassen. Wand- Boden- und DeckenaufbauWas den Wand- Boden- und Deckenaufbau betrifft, gibt es gravierende Unterschiede. Zum einen handelt es sich bei den Containern primär um eine Stahlkonstruktion, wobei die Außenwände aus Sandwichpaneelen bestehen, die in der Regel aus einer beschichteten Stahlschale und einem Polyurethan (PU) oder Polyisocyanurate (PIR) Kern bestehen. Der Kern ist für die Dämmung zuständig, wobei es sich dabei bereits um Hochleistungsdämmstoffe handelt. D.h. gegenüber herkömmlichen Mineralwoll- oder Polysterolplatten Dämmstoffen sind wesentlich geringere Wandstärken nötig, um die gleichen U-Werte zu erhalten.Polyurethan ist übrigens ein Kunstharz, das in den Dreißigerjahren von Otto Bayer und seiner Forschungsgruppe für I.G. Farben entwickelt wurde. Wir alle kennen das Material aus dem Haushalt: Unsere Spülschwämme bestehen bspw. daraus.Polyisocyanurate hat gegenüber PU noch bessere Dämmeigenschaften. Es kann also bei geringerer Kernstärke der gleiche Dämmwert erziehlt werden. Außerdem hat PIR ein besseres Brandverhalten.Werden besondere Brandschutzanforderungen gefordert, dann besteht der Kern der Sandwichplatten aus gepresster Steinwolle. Damit können zwar die meisten Brandschutzbestimmungen eingehalten werden, jedoch ist die Dämmeigenschaft um einiges geringer.Im Falle des Holzbau kommen die unterschiedlichsten Dämmmaterialien zum Einsatz. Hier werden Mineralwolle, Hanfplatten, Holzfaserplatten, … aber auch Schafwolle verwendet. Die Dämmeigenschaften sind dabei unterschiedlich, wodurch sich auch sehr unterschiedliche Wandstärken ergeben. In allen Fällen sind sie jedoch wesentlich stärker als bei den Containern, da es sich um „herkömmliche“ Dämmstoffe ohne „Hochleistungseigenschaften“ handelt. Die FassadenIm Falle der Container ist die Fassade entweder die Außenschale der Sandwichplatten oder es werden Fassadenplatten oder Profilleisten mit oder ohne zusätzlicher Dämmung vorgesetzt, wobei zusätzlich eine Hinterlüftungsebene entsteht.Beim Holzbau können ebenfalls Fassadenplatten verwendet werden und auch hier entsteht eine Hinterlüftungsebene. Allerdings wird in der Basisvariante meist eine herkömmliche Putzfassade aufgebracht, wobei der Putzträger in unserem Fall eine Holzfaserplatte ist.Vorgehängte Fassaden haben zwei große Vorteile gegenüber einer Putzfassade.

  1. Wenn man künftig sein Haus oder das Büro erweitern will, so ist das mit dieser Fassade sehr leicht möglich. Sie wird abgebaut und an der Erweiterung des Hauses wieder aufgebracht. D.h. ich erspare mir etliche Kosten und bewahre mir die vollständige Flexibilität sowohl was Erweiterungen aber auch Rückbauten betrifft.
  2. Durch die Hinterlüftung wird im Sommer Stauwärme laufend abgeführt, d.h. die Wand wird laufend gekühlt. Dies erfolgt deshalb, da die Luft immer von unten nach oben auf Grund der Temperaturdifferenz strömt. Im Winter kann ich die Strömung unterbrechen (Schließen der oberen und unteren Öffnung), wodurch ein Luftpolster entsteht, der eine zusätzliche Dämmung bewirkt.

Die Fassadenplatten bestehen bei uns aus gepresster Steinwolle und besitzen unterschiedlichste Oberflächen, sodass dem Gestaltungsspielraum fast keine Grenzen gesetzt sind. Allerdings sind vorgesetzte Fassaden gegenüber Putzfassaden um einiges teurer können aber künftig Kosten sparen, da sie viel langlebiger sind und im Falle eines Umbaus wiederverwendet werden können. InnenausbauDer Innenausbau ist, was die Boden- und Wandbeläge betrifft ident. In beiden Fällen werden Gipsplatten als Beplankung verwendet. Bei den Bodenbelägen werden standardmäßig Echtholz Parkett und Fliesen verwendet, wobei selbstverständlich auch andere Bodenbeläge wie Vinyl, … möglich sind. Die Zwischenwände sind im Fall des Holzbaus in Holz-Riegel Bauweise und im Falle des Containerbaus in klassischer Trockenbauweise ausgeführt. In beiden Fällen erfolgt die Dämmung mit Mineralwolle und die Beplankung der Wände mit Gipsplatten. FundamentDie Anforderungen an das Fundament sind bei beiden Bauweisen gleich. Im Gegensatz zu einem klassischen Fertigteilhaus oder Ziegelmassivhaus ist keine Bodenplatte nötig. Es reichen Schraubfundamente, Punktfundamente oder Streifenfundamente. Schraubfundamente haben die größte Flexibilität, da sie einfach aus dem Boden wieder entfernt werden können. Punktfundamente reichen für eingeschossige Bauten Streifenfundamente werden in jedem Fall bei mehrgeschossigen Bauten verwendet. KostenBei den Kosten gibt es derzeit noch größere Unterschiede zwischen dem Holzbau und dem Containerbau. Die Differenz liegt bei ca. € 900,– pro m2 Bruttogeschoßfläche. D.h wenn man beispielsweise ein Haus mit 120 m2 hat, kann man im Containerbau mit ca. €1.600,–  und beim Holzbau mit € 2.500,–pro m2 Bruttogeschoßfläche für ein schlüsselfertiges normal ausgestattetes Haus inkl. Einreichplanung rechnen. KonklusioDie größte Flexibilität was die Bauplatzausnutzung aber auch den gewünschten Raum betrifft, hat man sicher mit dem Holzbau, da bis auf die Breite Längen beliebig angepasst werden können. Entscheide ich mich für den Holzbau mit Massivholzwänden, kann ich fast beliebig Fenster und Türen setzen.Die größte Flexibilität im Sinne von Erweiterungen, Anpassungen, Mobilität aber auch Verkaufsmöglichkeit hat man sicher bei den Containerbauten, da die Standardisierung für die Bürocontainer fast weltweit gegeben ist. D.h. ich kann fast sicher sein, dass ich auch in 30 Jahren mein Haus problemlos anpassen kann.

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Bauwissen

Nagelbinder versus Zimmermann Dachstuhl

Wir werden heute immer öfters mit der Tatsache konfrontiert, dass Hersteller von Häusern Nagelbinder Dachstühle verwenden. Doch was bedeutet das eigentlich? Ist dieser Dachstuhl gleich gut, ist er besser oder ist er schlechter ?

In diesem Artikel werden wir die Unterschiede dieser verschiedenen Baukonstruktionen erklären und die Vor- bzw. auch Nachteile aufzeigen.

Der Dachstuhl ist neben den tragenden Wänden und dem Fundament ein wesentlicher Bestandteil des gesamten Tragwerkes des Hauses. Er ist quasi das Fundament für das Dach des Hauses und damit von besonderer Bedeutung. Im Einfamilienhausbereich war bis dato immer der zimmermannsmäßig gebaute Dachstuhl (abgesehen vom Flachdach) der Stand der Technik. Mittlerweile trifft man jedoch auch auf Nagelbinderdachstühle in diesem Bereich. Diese Dachstühle werden und wurden üblicherweise bei Gewerbebauten wo große Spannweiten nötig sind verwendet, wo außerdem die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund steht. Ich möchte in diesem Artikel kurz auf die Unterschiede dieser beiden Dachstuhltypen eingehen, so dass Sie in weiterer Folge noch weiter recherchieren können und dann Entscheiden, welcher Typ für Sie besser geeignet ist.

  1. Ein zimmermannsmäßig gebauter Dachstuhl ist wesentlich teurer als ein Nagelbinderdachstuhl.
    Die preisliche Differenz ergibt sich aus zwei wesentlichen Punkten:

    1. Nagelplattenbinder Dachstühle sind außerordentlich schlanke Holzkonstruktionenen. D.h. es ist eine sehr materialsparende Konstruktion.

    2. Die Verbindungen zwischen den Hölzern werden mit mechanischen Bauteilen, nämlich den Nagelplatten, realisiert. Diese sind sehr billig und es ist viel weniger Arbeitszeit erforderlich um die nötigen Verbindungen in den Knoten her zu stellen.

  1. Ein zimmermannsmäßig gebauter Dachstuhl kann einfach erweitert, umgebaut (z.B. Einbau einer Gaube, Dachflächenfenster, …) und auch repariert werden. Bei einem Nagelbinderdachstuhl ist das nicht möglich. Hier muss immer zunächst die Statik berücksichtigt werden. Selbst das Entfernen einer Nagelplatte kann zum sofortigen Einsturz führen, da eine Lastumleitung konstruktionsbedingt nicht möglich ist.

  2. Kommt es zu einem Brand, so führt das beim Nagelbinderdach fast immer zum totalen Einsturz des Daches und das außerdem sehr schnell. D.h. das Dach stürzt in der Regel innerhalb von 20 Minuten ein, sodass die Feuerwehr keine Chance hat, das Dach oder Teile davon zu retten, bzw. zu sichern.

  3. Die Lebenserwartung von Nagelbinder liegt bei 30-50 Jahren. Im Vergleich liegt die Lebenserwartung von Holzdachstühlen bei 80-150 Jahren.
    (Quelle: https://www.baumarkt.de/ratgeber/a/lebensdauer-von-bauteilen-und-bauteilschichten/).

  4. Entscheidet man sich für einen Nagelbinderdachstuhl, so müssen alle Teilbereiche ausgehend von der Planung, der Berechnung der Statik, der Vorfertigung und der Fertigstellung auf der Baustelle besonders sorgfältig durchgeführt werden. Hier ist nicht nur eine entsprechende Erfahrung nötig, sondern auch besondere Qualitätssicherungsmaßnahmen da bereits ein kleiner Fehler verheerende Auswirkung auf das Gesamtsystem des Dachstuhls hat (siehe auch die oben angeführten Punkte). Im Falle eines zimmermannmäßigen aufgebauten Dachstuhls stellen kleine Fehler kein Problem dar, da diese leicht und gefahrlos korrigiert werden können.

Grundsätzlich ist eine Nagelbinderkonstruktion nichts schlechtes. Bei den Bauwerken wo sie üblicherweise zum Einsatz kommt, steht vor allem die Wirtschaftlichkeit und meist das Thema Spannweite im Vordergrund. Bei Einfamilienhäusern steht die Werthaltigkeit und Sicherheit im Vordergrund, welche bis dato im Bereich des Dachstuhls nur durch einen zimmermannsmäßigen Aufbau sicher gestellt ist.

Exkurs:
  • Nagelplatten sind 1-2 mm starke Stahlbleche mit nagel- oder krallenförmigen Ausstanzungen, die einseitig oder beidseitig abgewinkelt sind. Sie werden mit hydraulischen Pressen in die Hölzer eingepresst. Die Urform der Nagelplatten wurde schon 1891 in Berlin als „Zackenblech“ patentiert (Quelle: http://nagelbinder.com/nagelbinder.html)

  • Nagelbinderkonstruktionen sind Fachwerkbinder. D.h. die Tragkonstruktion besteht meist aus dreieckig angeordneten Druck- und Zugstäben, die in den Knoten mit den Nagelplatten verbunden werden.